Berlin besitzt nicht nur eine vielfältige, vibrierende zeitgenössische Theaterszene, sondern auch eine reiche Theatervergangenheit. Die Vitalität aktueller und zurückliegender Berliner Theaterarbeit wirkt in einer sehr umfangreichen und beständig wachsenden Vielzahl von Materialien weiter und wird in unterschiedlichen institutionellen Strukturen aufbewahrt und in Teilen zugänglich gemacht.
Die Komplexität der gesammelten Materialien entspricht der Komplexität des Theaters, die Vielfalt der Materialien der Vielfältigkeit des Theaters. Beides erschwert den Umgang mit den umfangreichen und – typisch für die kollektive Kunstform Theater – äußerst unterschiedlichen Formaten, die in den einzelnen Archiven und Sammlungen Berlins aufbewahrt werden.
Die Probleme und Herausforderungen des Bewahrens, Ordnens, Verzeichnens und nicht zuletzt des öffentlichen Zugangs zu diesen Quellen inklusive der dafür nötigen Verfügbarkeit neuer Technologien sind groß, die Rahmenbedingungen dafür bislang weder angemessen definiert und kommuniziert noch in aktuelle oder strategische Planungen integriert.
Texte:
Quellen und Credits
Foto: Abschlussarbeit MA Solo/Dance/Authorship: Jason Corff: The Twenty-Second Seventh, Foto: Universitätsbibliothek, Universität der Künste
